Geld

Tagesgeld oder Depot: Soll ich mein Geld sparen oder anlegen?

Gehört das Geld, das am Monatsende übrig bleibt, aufs Tagesgeldkonto oder in einen Sparplan an der Börse?

Auf dem Tagesgeldkonto ist Ihr Geld bis 100.000 € pro Bank gesetzlich geschützt und täglich verfügbar. Die Zinsen orientieren sich aber am Einlagensatz der EZB von 2,50 %, während die Inflation im September 2026 bei 3,3 % lag. Ein Wertpapierdepot kann langfristig deutlich mehr bringen und schwankt dafür. Den Ausschlag geben Ihre Reserve, Ihr Zeithorizont und Ihre Nerven.

Kurze Antwort

Sparen Sie zuerst, solange der Notgroschen fehlt, ein teurer Dispo läuft oder das Geld in wenigen Jahren für eine große Anschaffung verplant ist. Dafür ist das Tagesgeld da, geschützt bis 100.000 € pro Bank und täglich verfügbar. Was darüber hinausgeht und zehn Jahre oder länger liegen bleiben kann, legen Sie besser breit gestreut an, etwa per monatlichem Sparplan. Prüfen Sie dabei den Arbeitgeberzuschuss zur Betriebsrente und ab 2027 die staatliche Zulage zum Altersvorsorgedepot.

Vorlagen-Balance

Zu knapp für eine Entscheidung

Die Seiten halten sich fast die Waage — versuchen Sie, große Punkte weiter aufzuschlüsseln.

46%
Dafür
54%
Dagegen
Stärkster Vorteil

Ein breit gestreuter Aktienfonds hat über lange Zeiträume deutlich mehr gebracht als Zinsen auf dem Konto

Größtes Risiko

Mein Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben steht noch nicht

So entsteht das Ergebnis

Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.

Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.

Vorteile

Nachteile

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen

Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.

Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden

  • Rechnen Sie Ihre festen Monatsausgaben zusammen und legen Sie das Drei- bis Sechsfache als Reserve aufs Tagesgeld
  • Geben Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag, damit Zinsen bis 1.000 € im Jahr (Ehepaare 2.000 €) steuerfrei bleiben
  • Lösen Sie einen laufenden Dispo ab, bevor der erste Euro ins Depot fließt
  • Notieren Sie, wofür Sie in den nächsten fünf Jahren Geld brauchen, und lassen Sie diesen Betrag ebenfalls auf dem Konto
  • Fragen Sie in der Personalabteilung nach Entgeltumwandlung und dem Zuschuss zur Betriebsrente
  • Eröffnen Sie für den Rest ein günstiges Depot mit monatlichem Sparplan auf einen breit gestreuten Fonds
  • Vergleichen Sie ab Januar 2027 die ersten Angebote zum Altersvorsorgedepot, bevor Sie einen neuen Vorsorgevertrag abschließen

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Geld sollte auf dem Tagesgeld bleiben, bevor ich anlege?
Eine verbreitete Faustregel sind drei bis sechs Monatsausgaben. Selbstständige, Eigentümer mit älterem Haus oder Familien mit nur einem Einkommen planen eher großzügiger. Dazu kommt alles, was in den nächsten Jahren fest verplant ist, etwa eine neue Küche oder die Anzahlung fürs Auto. Erst was darüber hinausgeht, ist ein Kandidat für das Depot.
Lohnt sich Tagesgeld bei den aktuellen Zinsen überhaupt noch?
Als Parkplatz für den Notgroschen und für Geld, das Sie bald brauchen, auf jeden Fall. Für Jahrzehnte wird es teuer, wenn die Zinsen nach Steuern hinter der Teuerung zurückbleiben, die im September 2026 bei 3,3 % lag. Übersteigen Ihre Kapitalerträge im Jahr den Sparerpauschbetrag von 1.000 € (zusammen veranlagte Ehepaare 2.000 €), zieht die Bank 25 % Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag ab. Damit der Freibetrag greift, braucht sie einen Freistellungsauftrag.
Was ändert das Altersvorsorgedepot ab 2027?
Ab dem 1. Januar 2027 fördert der Staat erstmals ein Depot ohne Beitragsgarantie, neue Riester-Verträge gibt es dann nicht mehr. Auf die ersten 360 € Eigenbeitrag im Jahr kommen 50 Cent je Euro, bis 1.800 € weitere 25 Cent, zusammen höchstens 540 € Grundzulage. Jeder Anbieter muss ein Standardprodukt mit Kosten von höchstens 1 % anbieten. Das Geld ist für die Rente gedacht und ersetzt keinen Notgroschen.
Sollte ich mit dem Anlegen warten, bis die Kurse fallen?
Den richtigen Moment trifft kaum jemand verlässlich, auch Profis nicht. Ein monatlicher Sparplan kauft automatisch mal teurer, mal billiger und nimmt Ihnen diese Entscheidung ab. Haben Sie eine größere Summe auf einmal, etwa aus einer Erbschaft, können Sie sie über einige Monate verteilt investieren, wenn Sie ein Einbruch kurz nach dem Kauf sonst um den Schlaf bringen würde.

Gehört das Geld, das am Monatsende übrig bleibt, aufs Tagesgeldkonto oder in einen Sparplan an der Börse?

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen