Geld
Ersparnisse nur in Euro halten oder einen Teil in Dollar und Franken tauschen?
Sollte ein Teil meines Ersparten in US-Dollar, Schweizer Franken oder Gold liegen, damit nicht alles am Euro hängt?
Wer in Deutschland lebt, zahlt Miete, Einkäufe und später die Rente in Euro. Ein Fremdwährungskonto kann gegen eine Euroschwäche absichern, dafür schwankt sein Wert in Euro, der Umtausch kostet Aufschläge, und Kursgewinne können steuerpflichtig sein. Ob sich die Streuung lohnt, hängt vor allem davon ab, in welcher Währung Ihre künftigen Ausgaben anfallen.
Kurze Antwort
Für die meisten Sparer in Deutschland gehören der Notgroschen und alles, was in den nächsten Jahren ausgegeben wird, in Euro aufs Tagesgeld, denn dort fallen auch die Rechnungen an. Ein Teil in Dollar oder Franken lohnt sich vor allem, wenn Sie künftig in dieser Währung zahlen, etwa bei einem geplanten Umzug, oder wenn Sie bewusst einen kleinen Teil des Vermögens von der Eurozone lösen wollen. Wer schon einen weltweit gestreuten Aktienfonds hält, ist darüber meist bereits stark im Dollar investiert.
Vorlagen-Balance
Tendenz zu Nein
Die Nachteile haben die Nase vorn, aber es ist kein Erdrutsch.
Plane ich einen Umzug in die Schweiz oder die USA, liegt mein Erspartes schon in der passenden Währung
Beim Umtausch verlangt die Bank einen Aufschlag auf den Kurs, und das hin und zurück
So entsteht das Ergebnis
Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.
Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.
Vorteile
Nachteile
Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.
Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden
- Listen Sie auf, welche größeren Ausgaben der nächsten Jahre tatsächlich in einer fremden Währung anfallen
- Fragen Sie Ihre Bank nach Umtauschaufschlag und Kontoführungsgebühr, bevor Sie ein Fremdwährungskonto eröffnen
- Prüfen Sie, ob die Bank der deutschen Einlagensicherung angehört oder der eines anderen Landes
- Schauen Sie im Factsheet Ihres Aktienfonds nach, wie hoch der Anteil der USA schon ist
- Halten Sie Datum und Kurs jedes Umtauschs fest, damit Sie die Jahresfrist nach § 23 EStG belegen können
- Begrenzen Sie den Fremdwährungsanteil auf einen Betrag, dessen Schwankung Sie gelassen aushalten
Häufig gestellte Fragen
- Ist ein Fremdwährungskonto bei einer deutschen Bank durch die Einlagensicherung geschützt?
- Ja. Die gesetzliche Einlagensicherung deckt auch Guthaben in fremder Währung, bis zum Gegenwert von 100.000 € pro Bank und Kunde. Im Ernstfall zahlt die Entschädigungseinrichtung allerdings in Euro aus, umgerechnet zum EZB-Kurs vom Tag, an dem der Entschädigungsfall festgestellt wird. Liegt das Konto bei einer Bank außerhalb der EU, gelten die Regeln des jeweiligen Landes.
- Muss ich Gewinne aus dem Dollarkurs versteuern?
- Zinsen auf dem Fremdwährungskonto sind Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 %, sobald der Sparerpauschbetrag aufgebraucht ist. Tauschen Sie Dollar innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Kursgewinn zurück, kann ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG vorliegen. Steuerfrei bleibt das, solange Ihre Gewinne aus solchen Geschäften im Jahr zusammen unter 1.000 € liegen. Gerechnet wird nach dem Grundsatz „zuerst gekauft, zuerst verkauft“.
- Steckt in einem weltweiten Aktienfonds nicht ohnehin schon Dollar?
- Zu einem großen Teil, ja. Weltweit streuende Aktienfonds bestehen überwiegend aus Unternehmen, deren Aktien in Dollar notieren, und schwanken deshalb auch mit dem Wechselkurs. Wer so ein Depot hat, ist bereits über den Euro hinaus gestreut und braucht für langfristiges Geld selten noch ein Dollarkonto. Beim Notgroschen gilt das Gegenteil, der sollte in der Währung liegen, in der Sie Ihre Rechnungen bezahlen.
- Sind Dollarscheine im Tresor eine gute Krisenreserve?
- Ein kleiner Bargeldbetrag für einige Tage mit Strom- oder Kartenausfall ist vernünftig, und der gehört in Euro. Größere Summen zu Hause bringen keine Zinsen, verlieren mit der Inflation an Wert und sind über die Hausratversicherung oft nur bis zu einer niedrigen Grenze versichert. Fremde Scheine tragen zusätzlich das Kursrisiko und müssen im Alltag erst umgetauscht werden.
Sollte ein Teil meines Ersparten in US-Dollar, Schweizer Franken oder Gold liegen, damit nicht alles am Euro hängt?
Machen Sie sie zu Ihrer eigenen