Bildung
Master oder Promotion: Lohnt sich das Weiterstudieren nach dem Bachelor?
Sollten Sie nach dem Bachelor noch einen Master oder sogar eine Promotion anhängen, oder bringt Sie der direkte Berufseinstieg weiter?
Viele Uni-Absolventen hängen den Master fast automatisch an, zumal er an staatlichen Hochschulen keine Studiengebühren kostet. Für Lehramt, Psychotherapie und den höheren Dienst ist er ohnehin Pflicht. Die Promotion ist dagegen meist eine befristete Teilzeitstelle an der Uni oder ein Stipendium ohne Rentenbeiträge. Prüfen Sie deshalb, ob Ihr Zielberuf den Abschluss wirklich verlangt.
Kurze Antwort
Machen Sie den Master, wenn Ihr Zielberuf ihn verlangt, etwa Lehramt, Psychotherapie oder der höhere Dienst, oder wenn Ihr Bachelor allein am Markt wenig zählt. Studiengebühren fallen an staatlichen Hochschulen kaum an, die eigentlichen Kosten sind zwei Jahre ohne Gehalt. Promovieren lohnt sich vor allem in Fächern wie Chemie, in denen die Industrie den Titel erwartet, oder wenn Sie wirklich forschen wollen. Rechnen Sie mit einer befristeten Teilzeitstelle oder einem Stipendium ohne Rentenbeiträge und planen Sie von Anfang an einen Weg außerhalb der Uni mit ein.
Vorlagen-Balance
Zu knapp für eine Entscheidung
Die Seiten halten sich fast die Waage — versuchen Sie, große Punkte weiter aufzuschlüsseln.
In Chemie und Pharmazie erwarten viele Arbeitgeber für Forschungsstellen eine Promotion
Stellen in der Wissenschaft sind fast immer befristet, eine Professur bekommen nur wenige
So entsteht das Ergebnis
Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.
Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.
Vorteile
Nachteile
Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.
Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden
- In zehn Stellenanzeigen Ihres Zielberufs nachsehen, ob Master oder Promotion verlangt oder nur gern gesehen werden
- Beim Studierendenwerk prüfen lassen, ob Ihnen für den Master BAföG zusteht
- Vor einer Promotion klären, ob es eine Stelle nach TV-L, ein Stipendium oder nur eine externe Promotion neben dem Job gibt
- Im Arbeitsvertrag Stellenumfang, Befristung und die Zeit für die eigene Forschung genau ansehen
- Bei den Begabtenförderungswerken Fristen und Voraussetzungen für ein Promotionsstipendium nachlesen
- Mit Doktorandinnen und Doktoranden am Lehrstuhl über Betreuung, Dauer und Arbeitsklima sprechen
- Ihren Plan B außerhalb der Wissenschaft aufschreiben, bevor Sie zusagen
Häufig gestellte Fragen
- Reicht ein Bachelor für den Berufseinstieg?
- In vielen Bereichen ja, besonders mit einem praxisnahen Bachelor einer Hochschule für angewandte Wissenschaften in Informatik, BWL oder Ingenieurwesen. Zwingend ist der Master dort, wo Gesetz oder Laufbahnrecht ihn vorschreiben, etwa für das Lehramt, die Approbation in Psychotherapie oder den höheren Dienst. Lesen Sie Stellenanzeigen Ihres Zielberufs genau, ob der Master verlangt oder nur gern gesehen wird.
- Was verdient man während der Promotion?
- Wer als wissenschaftliche Mitarbeiterin oder wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Landesuniversität promoviert, wird meist nach TV-L E13 bezahlt, oft auf einer halben oder Zweidrittelstelle. In Vollzeit sind das in Stufe 1 derzeit 4.759,37 Euro brutto im Monat, eine halbe Stelle bringt also knapp 2.380 Euro. Ein Promotionsstipendium der Begabtenförderungswerke liegt bei 1.750 Euro im Monat plus Forschungskostenpauschale, ist steuerfrei, enthält aber keine Rentenbeiträge.
- Wie planbar ist eine Karriere in der Wissenschaft?
- Wenig. Stellen für Promovierende und Postdocs sind in aller Regel befristet, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz erlaubt das ausdrücklich. Dauerhaft sicher sind vor allem Professuren, und um die bewerben sich viele promovierte Nachwuchskräfte. Denken Sie deshalb von Anfang an mit, was der Doktortitel außerhalb der Uni wert ist. In Chemie oder Pharmazie öffnet er in der Industrie viele Türen, in anderen Fächern deutlich weniger.
- Bekomme ich für den Master BAföG?
- Ja, wenn der Master auf Ihrem Bachelor aufbaut und Sie bisher nur diesen einen Abschluss haben. Die Altersgrenze liegt bei 45 Jahren, und wer sie während des Bachelors überschreitet und direkt weitermacht, bleibt förderfähig. Wie viel Sie bekommen, hängt vom Einkommen der Eltern oder Ihrem eigenen ab. Den Antrag stellen Sie rechtzeitig vor Semesterbeginn beim Studierendenwerk.
Sollten Sie nach dem Bachelor noch einen Master oder sogar eine Promotion anhängen, oder bringt Sie der direkte Berufseinstieg weiter?
Machen Sie sie zu Ihrer eigenen