Karriere

Produktfirma oder IT-Dienstleister? Wo Ihre Laufbahn in der IT besser vorankommt

Soll ich zu einem Unternehmen mit eigenem Softwareprodukt gehen, statt bei einem IT-Dienstleister oder Beratungshaus in wechselnden Kundenprojekten zu arbeiten?

Bei einer Produktfirma arbeiten Sie jahrelang an derselben Software und sehen, was Ihre Arbeit bei den Nutzern bewirkt. IT-Dienstleister und Beratungshäuser bieten dafür wechselnde Projekte, mehr Einstiegsstellen und Einblick bei großen Kunden, oft verbunden mit Reisen und Auslastungszielen. Was überwiegt, hängt von Ihrer Karrierephase ab und davon, wie Sie beim Kunden eingesetzt werden.

Kurze Antwort

Gehen Sie zur Produktfirma, wenn Sie ein konkretes Angebot haben, langfristig an einer Software mitbauen wollen und Ihnen ein planbarer Arbeitsort wichtig ist. Ein IT-Dienstleister passt besser, wenn Sie am Anfang der Laufbahn stehen, Einstiegsstellen bei Produktfirmen rar sind oder Sie Abwechslung und Konzernprojekte reizen. Fragen Sie dort vorher nach Reiseanteil und Auslastungsziel und danach, ob Sie per Werkvertrag oder als Leiharbeitskraft beim Kunden sitzen. Ein späterer Wechsel ins Produktgeschäft ist ein gängiger Weg.

Vorlagen-Balance

Tendenz zu Ja

Die Vorteile haben die Nase vorn, aber es ist kein Erdrutsch.

60%
Dafür
40%
Dagegen
Stärkster Vorteil

An einem eigenen Produkt sehe ich über Jahre, was meine Arbeit bei echten Nutzern bewirkt

Größtes Risiko

IT-Dienstleister stellen deutlich mehr Einsteiger ein und bilden oft selbst aus

So entsteht das Ergebnis

Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.

Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.

Vorteile

Nachteile

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen

Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.

Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden

  • Fragen Sie im Gespräch, welche Auslastung erwartet wird und wie viele Tage pro Woche Sie beim Kunden vor Ort sein sollen
  • Klären Sie, ob Einsätze über Werk- oder Dienstvertrag laufen oder als Arbeitnehmerüberlassung nach dem AÜG
  • Erkundigen Sie sich, was zwischen zwei Projekten passiert und wie lange Leute im Schnitt auf der Bank sitzen
  • Lassen Sie sich bei der Produktfirma erklären, wer über die Roadmap entscheidet und wie viel Mitsprache das Team hat
  • Prüfen Sie bei Start-ups, wie lange die letzte Finanzierungsrunde voraussichtlich trägt
  • Lesen Sie Bewertungen auf Kununu und sprechen Sie zusätzlich mit ein bis zwei Leuten, die beide Modelle kennen

Häufig gestellte Fragen

Wo komme ich als Berufseinsteiger leichter unter?
Meist bei IT-Dienstleistern und Beratungshäusern. Sie besetzen viele Kundenprojekte gleichzeitig, stellen deshalb regelmäßig Absolventen ein, bilden häufig selbst Fachinformatiker aus und haben oft eigene Traineeprogramme. Produktfirmen, vom großen Softwarehaus bis zum Start-up, suchen auf Einstiegsniveau seltener und bekommen mehr Bewerbungen pro Stelle. Wer im Projektgeschäft anfängt, verbaut sich den späteren Wechsel nicht.
Was bedeutet es, wenn ich beim Kunden eingesetzt werde?
Das kann zweierlei sein. Meist arbeiten Sie über einen Werk- oder Dienstvertrag Ihres Arbeitgebers und bekommen Anweisungen weiter von der eigenen Projektleitung. Werden Sie dagegen in das Team des Kunden eingegliedert und von dort gesteuert, ist das Arbeitnehmerüberlassung. Dann gilt das AÜG mit grundsätzlich höchstens 18 Monaten beim selben Kunden und dem Anspruch auf gleiche Bezahlung wie die Stammbelegschaft, von der ein Tarifvertrag in der Regel nur in den ersten neun Monaten abweichen darf.
Ist Erfahrung aus Kundenprojekten im Lebenslauf weniger wert?
Nein, entscheidend ist, was Sie dort verantwortet haben. Wer bei einem Konzernkunden eine Migration mitgeleitet oder eine Schnittstelle von Anfang bis Ende gebaut hat, kann das in jedem Vorstellungsgespräch erzählen. Heikel wird es, wenn Sie alle paar Monate das Projekt wechseln und nirgends tief einsteigen. Drängen Sie deshalb auf längere Einsätze und Rollen mit eigener Verantwortung.

Soll ich zu einem Unternehmen mit eigenem Softwareprodukt gehen, statt bei einem IT-Dienstleister oder Beratungshaus in wechselnden Kundenprojekten zu arbeiten?

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen