Karriere
Jetzt nach mehr Gehalt fragen oder lieber noch warten?
Ist jetzt ein guter Moment, die Gehaltserhöhung anzusprechen, und was bleibt davon netto wirklich übrig?
Einen gesetzlichen Anspruch auf mehr Gehalt gibt es nicht, außer Ihr Tarifvertrag sieht eine Erhöhung vor. Wer außertariflich bezahlt wird, muss selbst aktiv werden. Bei einer Inflationsrate von 3,3 Prozent im September 2026 heißt ein Jahr ohne Erhöhung real weniger Geld. Ob Sie jetzt fragen sollten, hängt von Ihren Belegen, der Lage im Betrieb und Ihren Alternativen ab.
Kurze Antwort
Fragen Sie, wenn Sie mit dem Entgeltatlas oder Stellenanzeigen belegen können, dass Sie unter dem üblichen Niveau liegen, und zwei oder drei Ergebnisse mit Zahlen vorweisen können. Der beste Zeitpunkt liegt vor der Budgetplanung, nicht im Jahresgespräch danach. Warten Sie ein paar Monate, wenn der Betrieb gerade Kurzarbeit oder Stellenabbau hinter sich hat oder Ihnen die Belege fehlen. Rechnen Sie außerdem vorher netto, denn manchmal bringt ein steuerfreies Extra mehr als ein höheres Brutto.
Vorlagen-Balance
Tendenz zu Ja
Die Vorteile haben die Nase vorn, aber es ist kein Erdrutsch.
Laut Entgeltatlas und aktuellen Stellenanzeigen liege ich für Beruf und Region unter dem Median
Meine Erfolge sind kaum dokumentiert, mit Zahlen könnte ich sie im Gespräch nicht belegen
So entsteht das Ergebnis
Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.
Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.
Vorteile
Nachteile
Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.
Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden
- Schlagen Sie Ihren Beruf im Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit nach und notieren Sie den Median für Ihre Region
- Prüfen Sie, ob ein Tarifvertrag gilt und in welcher Entgeltgruppe und Stufe Sie eingruppiert sind
- Sammeln Sie zwei oder drei Ergebnisse mit Zahlen, etwa Umsatz, eingesparte Kosten oder abgeschlossene Projekte
- Bitten Sie um einen eigenen Gesprächstermin, bevor die Budgets fürs nächste Jahr feststehen
- Rechnen Sie Ihre Wunschzahl mit einem Brutto-Netto-Rechner durch und überlegen Sie steuerfreie Alternativen wie Jobticket oder Sachbezug
- Fordern Sie in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten vorab die Auskunft nach dem Entgelttransparenzgesetz an
- Legen Sie vorher fest, was Sie bei einem Nein tun, und vereinbaren Sie einen festen Termin für die nächste Prüfung
Häufig gestellte Fragen
- Woher weiß ich, was in meinem Beruf üblich ist?
- Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit zeigt mittlere Bruttomonatsgehälter nach Beruf, Region, Alter und Geschlecht. Ergänzen Sie das um Spannen aus Stellenanzeigen und Gesprächen mit Recruitern. In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten können Sie nach dem Entgelttransparenzgesetz außerdem erfahren, was die Vergleichsgruppe des anderen Geschlechts mit gleichwertiger Tätigkeit im Mittel verdient.
- Hilft mir die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz schon?
- Noch nicht direkt. Deutschland hätte sie bis zum 7. Juni 2026 umsetzen müssen, ein Gesetz ist aber noch nicht verabschiedet. Bis dahin gilt das bisherige Entgelttransparenzgesetz mit seinem Auskunftsanspruch in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten. Fragen dürfen Sie trotzdem jederzeit, nach welchen Kriterien Gehälter bei Ihnen festgelegt werden.
- Wann spreche ich das Thema am besten an?
- Kurz nach einem sichtbaren Erfolg und bevor die Budgets fürs nächste Jahr feststehen. Das jährliche Mitarbeitergespräch kommt oft zu spät, weil die Töpfe dann verteilt sind. Ungünstig sind die Wochen nach Kurzarbeit, Stellenabbau oder einer Gewinnwarnung. Bitten Sie um einen eigenen Termin, statt das Thema zwischen Tür und Angel anzuschneiden.
- Wie viel von einer Erhöhung kommt netto an?
- Deutlich weniger als brutto vereinbart, weil mit dem Gehalt auch Lohnsteuer und Sozialabgaben steigen und der Steuersatz progressiv zunimmt. Rechnen Sie Ihre Wunschzahl vorher mit einem Brutto-Netto-Rechner durch. Ein steuer- und abgabenfreier Sachbezug bis 50 Euro im Monat oder ein Jobticket kann für beide Seiten günstiger sein als dieselbe Summe als Gehalt.
Ist jetzt ein guter Moment, die Gehaltserhöhung anzusprechen, und was bleibt davon netto wirklich übrig?
Machen Sie sie zu Ihrer eigenen