Karriere
Zurück ins Büro oder Homeoffice behalten?
Ihr Arbeitgeber will Sie wieder öfter vor Ort sehen. Sollten Sie mitziehen oder um möglichst viele Homeoffice-Tage verhandeln?
Viele Firmen verlangen wieder feste Präsenztage, und damit stellt sich die Frage neu. Einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice gibt es in Deutschland nicht, es zählen Arbeitsvertrag und Betriebsvereinbarung. Steuerlich bringt jeder Bürotag 38 Cent Pendlerpauschale pro Kilometer, jeder Heimarbeitstag 6 Euro. Wichtiger sind meist Fahrtzeit, Sichtbarkeit und Ihre Lage zu Hause.
Kurze Antwort
Gehen Sie zumindest an einigen Tagen zurück, wenn Sie neu im Job sind, in Ihrer Firma sichtbar Präsenz befördert wird oder Ihnen zu Hause ein echter Arbeitsplatz fehlt. Bleiben Sie möglichst im Homeoffice, wenn der Arbeitsweg Sie täglich über eine Stunde kostet, Sie Kinder oder Angehörige versorgen und Ihre Leistung an Ergebnissen gemessen wird. Klären Sie vorher, was Arbeitsvertrag und Betriebsvereinbarung tatsächlich erlauben, denn einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice gibt es nicht.
Vorlagen-Balance
Zu knapp für eine Entscheidung
Die Seiten halten sich fast die Waage — versuchen Sie, große Punkte weiter aufzuschlüsseln.
Wer regelmäßig vor Ort ist, wird bei Projekten und Beförderungen eher mitgedacht
Hin und zurück pendle ich über eine Stunde, im Berufsverkehr oft deutlich länger
So entsteht das Ergebnis
Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.
Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.
Vorteile
Nachteile
Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.
Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden
- Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung und gegebenenfalls Tarifvertrag auf Regeln zu mobiler Arbeit durchsehen
- Den Arbeitsweg zur Hauptverkehrszeit stoppen und mit Ihren geplanten Bürotagen pro Jahr multiplizieren
- Ausrechnen, ob Pendlerpauschale oder Homeoffice-Pauschale bei Ihrer Entfernung mehr Werbungskosten bringt
- In der Personalabteilung nach Jobticket oder Zuschuss zum Deutschlandticket fragen
- Mit dem Team feste gemeinsame Bürotage vereinbaren, damit Präsenz nicht in Videocalls verpufft
- Den Betriebsrat einschalten, wenn Präsenzpflichten ohne Absprache eingeführt werden
- Im Mitarbeitergespräch offen fragen, wie Homeoffice bei Beurteilungen und Beförderungen zählt
Häufig gestellte Fragen
- Habe ich ein Recht auf Homeoffice?
- Einen allgemeinen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht. Ob und wie oft Sie zu Hause arbeiten dürfen, regeln Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag. Steht Homeoffice ausdrücklich im Vertrag, kann der Arbeitgeber es in der Regel nicht einfach einseitig streichen. Gibt es einen Betriebsrat, bestimmt er bei der Ausgestaltung mobiler Arbeit mit. Wird Homeoffice nur mündlich geduldet, sitzt der Arbeitgeber am längeren Hebel.
- Was bringt steuerlich mehr, Pendlerpauschale oder Homeoffice-Pauschale?
- Das hängt vom Arbeitsweg ab. Für jeden Bürotag zählen 38 Cent pro Kilometer einfacher Strecke, inzwischen ab dem ersten Kilometer. Für Tage, an denen Sie überwiegend zu Hause arbeiten und nicht ins Büro fahren, gibt es 6 Euro, höchstens 1.260 Euro im Jahr. Ab etwa 16 Kilometern Entfernung bringt ein Bürotag also mehr. Beides wirkt allerdings erst, wenn Ihre Werbungskosten zusammen über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro liegen.
- Bin ich im Homeoffice gesetzlich unfallversichert?
- Ja. Arbeiten Sie zu Hause, besteht der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung im gleichen Umfang wie im Betrieb. Versichert ist auch der direkte Weg, auf dem Sie Ihr Kind von zu Hause aus zur Kita oder Tagesmutter bringen und wieder abholen. Einen Unfall melden Sie wie im Büro über den Arbeitgeber an die Berufsgenossenschaft.
- Lohnt sich das Deutschlandticket fürs Pendeln?
- Für viele Pendler ja. Es kostet seit Januar 2026 63 Euro im Monat und gilt bundesweit im Nahverkehr. Als Jobticket wird es günstiger, wenn der Arbeitgeber mindestens 25 Prozent zuschießt, dann zahlen Sie höchstens 44,10 Euro. Fragen Sie in der Personalabteilung nach, bevor Sie Ihre Präsenztage durchrechnen.
Ihr Arbeitgeber will Sie wieder öfter vor Ort sehen. Sollten Sie mitziehen oder um möglichst viele Homeoffice-Tage verhandeln?
Machen Sie sie zu Ihrer eigenen