Gesundheit
Intervallfasten mit 16:8 oder 5:2: Passt das Essensfenster zu Ihrem Alltag?
Lohnt es sich für Sie, mit Intervallfasten anzufangen, oder kommen Sie mit normalen Mahlzeiten und etwas weniger Kalorien genauso weit?
Beim Intervallfasten zählt weniger, was Sie essen, als wann Sie essen. Verbreitet sind 16:8 mit acht Stunden Essensfenster und 5:2 mit zwei sehr kalorienarmen Tagen pro Woche. In der Heidelberger HELENA-Studie nahmen Fastende allerdings nicht mehr ab als Menschen, die täglich etwas weniger aßen. Entscheidend ist also, ob der Rhythmus zu Job, Familie und Ihrem Körper passt.
Kurze Antwort
Probieren Sie es, wenn Ihnen eine klare Uhrzeitregel leichter fällt als Kalorienzählen und Ihr Alltag ein Essensfenster von etwa acht Stunden hergibt. Ein Wundermittel ist es nicht, denn in Studien nehmen Fastende nicht mehr ab als Menschen, die täglich etwas weniger essen. Sprechen Sie zuerst mit Ihrer Hausarztpraxis oder lassen Sie es ganz, wenn Sie schwanger sind, stillen, Diabetes behandeln, Medikamente zu festen Mahlzeiten nehmen oder schon einmal eine Essstörung hatten.
Vorlagen-Balance
Tendenz zu Nein
Die Nachteile haben die Nase vorn, aber es ist kein Erdrutsch.
Eine feste Uhrzeit für die letzte Mahlzeit ersetzt mühsames Kalorienzählen mit App und Küchenwaage
Schwangere, Stillende und Menschen mit Essstörung sollten nicht fasten, bei Diabetes nur nach ärztlicher Rücksprache
So entsteht das Ergebnis
Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.
Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.
Vorteile
Nachteile
Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.
Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden
- Klären Sie mit Ihrer Hausarztpraxis, ob Diabetes, Blutdruckmittel oder andere Medikamente lange Essenspausen erlauben
- Starten Sie mit 12 bis 14 Stunden Pause über Nacht und verlängern Sie erst, wenn das gut klappt
- Legen Sie das Fenster so, dass Kantinenessen und Abendbrot hineinfallen, statt Ihren Tag umzubauen
- Planen Sie im Fenster Gemüse, Vollkorn und Eiweiß ein, damit kein Nährstoffmangel entsteht
- Trinken Sie in der Pause Wasser, ungesüßten Tee oder schwarzen Kaffee, über den Tag rund anderthalb Liter
- Prüfen Sie bei Fasten-Apps vor dem Kauf Laufzeit und Verlängerung, gekündigt wird online über den Button „Verträge hier kündigen“
- Fragen Sie bei Übergewicht nach einer ärztlichen Notwendigkeitsbescheinigung, mit der die Krankenkasse eine Ernährungsberatung bezuschusst
- Ziehen Sie nach vier Wochen Bilanz bei Gewicht, Schlaf, Laune und Leistungsfähigkeit
Häufig gestellte Fragen
- Nimmt man mit Intervallfasten mehr ab als mit einer normalen Diät?
- Nach bisheriger Studienlage nicht. In der HELENA-Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Heidelberg verloren 150 Übergewichtige mit 5:2 ähnlich viel Gewicht, Bauch- und Leberfett wie mit täglich 20 Prozent weniger Kalorien. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält Intervallfasten für eine Alternative, die der klassischen Kalorienreduktion nicht überlegen ist. Es kann aber die Methode sein, die Sie persönlich leichter durchhalten.
- Wer sollte auf Intervallfasten verzichten?
- Schwangere und Stillende, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit einer Essstörung in der Vorgeschichte sollten nicht fasten. Wer Diabetes hat, vor allem mit Insulin oder bestimmten blutzuckersenkenden Tabletten, spricht vorher mit der Hausarzt- oder Diabetespraxis, weil lange Pausen Unterzuckerungen auslösen können. Das gilt ebenso für andere chronische Erkrankungen und für Medikamente, die zu einer Mahlzeit eingenommen werden müssen.
- Darf ich in der Fastenpause Kaffee trinken?
- Schwarzer Kaffee, Wasser und ungesüßter Tee sind in den gängigen Varianten erlaubt, weil sie praktisch keine Kalorien liefern. Milch, Zucker, Saft oder der Cappuccino vom Bäcker auf dem Weg zur Arbeit beenden die Pause dagegen. Die Verbraucherzentralen raten in der Essenspause ausdrücklich zu kalorienfreien Getränken. Trinken Sie genug, denn ein Teil der Flüssigkeit kommt sonst über die Mahlzeiten.
- Gibt es von der Krankenkasse Unterstützung beim Abnehmen?
- Ja, auf zwei Wegen. Für zertifizierte Präventionskurse zum Gewichtsabbau brauchen Sie keine ärztliche Bescheinigung, Sie zahlen zunächst selbst und reichen nach dem Kurs die Teilnahmebestätigung ein. Für eine individuelle Ernährungsberatung stellt die Hausarztpraxis eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung aus. Laut Verbraucherzentrale zahlen die Kassen dann meist zwischen 100 und 400 Euro dazu, je nach Kasse unterschiedlich.
Lohnt es sich für Sie, mit Intervallfasten anzufangen, oder kommen Sie mit normalen Mahlzeiten und etwas weniger Kalorien genauso weit?
Machen Sie sie zu Ihrer eigenen