Gesundheit

Augen lasern lassen: Lohnt sich der Abschied von Brille und Kontaktlinsen?

Lasse ich meine Kurz- oder Weitsichtigkeit per Laser korrigieren und zahle das selbst, oder bleibe ich bei Brille und Kontaktlinsen?

Augenlasern ist in Deutschland eine Selbstzahlerleistung, die gesetzliche Krankenkasse übernimmt den Eingriff nicht. Private Versicherer müssen nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs unter Umständen zahlen. Ob Sie überhaupt infrage kommen, hängt von Hornhaut, Dioptrien und stabilen Werten ab. Hier wägen Sie mehr Freiheit im Alltag gegen Kosten und mögliche Nebenwirkungen ab.

Kurze Antwort

Augenlasern lohnt sich, wenn Brille oder Kontaktlinsen Sie im Alltag, beim Sport oder im Beruf spürbar einschränken, Ihre Werte seit mindestens einem Jahr stabil sind und die Voruntersuchung eine ausreichend dicke, gesunde Hornhaut zeigt. Als gesetzlich Versicherter zahlen Sie alles selbst, privat Versicherte sollten vorher eine Kostenzusage einholen. Zögern Sie, wenn Sie auf die 45 zugehen und die Lesebrille ohnehin bald kommt, oder wenn Sie stark kurzsichtig sind und nachts viel Auto fahren. Ob Ihre Augen geeignet sind, beurteilt nur der Augenarzt.

Vorlagen-Balance

Tendenz zu Nein

Die Nachteile haben die Nase vorn, aber es ist kein Erdrutsch.

43%
Dafür
57%
Dagegen
Stärkster Vorteil

Sport, Schwimmbad, Skiurlaub und Sauna ohne beschlagene Gläser oder verrutschte Linsen

Größtes Risiko

Gesetzlich Versicherte tragen den Eingriff samt Voruntersuchung und Nachkontrollen komplett selbst

So entsteht das Ergebnis

Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.

Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.

Vorteile

Nachteile

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen

Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.

Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden

  • Eine ausführliche Voruntersuchung mit Messung von Hornhautdicke, Pupillenweite und Augeninnendruck machen lassen
  • Brillenpässe der letzten Jahre heraussuchen, um zu zeigen, dass Ihre Werte stabil sind
  • Kontaktlinsen vor der Voruntersuchung so lange weglassen, wie die Praxis es vorgibt
  • Als privat Versicherter vor dem Termin eine schriftliche Kostenzusage beim Versicherer beantragen
  • Prüfen, ob der Operateur auf der Liste der Kommission Refraktive Chirurgie steht
  • Nach Preisen pro Auge für LASIK, SMILE und PRK fragen und klären, ob Nachkorrekturen enthalten sind
  • Rechnungen aufbewahren, denn selbst getragene Krankheitskosten können steuerlich als außergewöhnliche Belastung zählen

Häufig gestellte Fragen

Zahlt die Krankenkasse das Augenlasern?
Die gesetzliche Krankenkasse nicht, sie sieht den Eingriff nicht als medizinisch notwendig an. Auch Beratung, Vor- und Nachuntersuchungen zahlen Sie selbst, die Behandlung von Komplikationen übernimmt die Kasse dagegen. Privat Versicherte haben bessere Karten. Der Bundesgerichtshof entschied 2017, dass schon eine Fehlsichtigkeit von rund minus 3 Dioptrien eine Krankheit sein kann und der Versicherer nicht einfach auf die Brille verweisen darf (IV ZR 533/15). Holen Sie vorher eine schriftliche Kostenzusage ein.
Wie viel kostet es, die Augen lasern zu lassen?
Je nach Verfahren, Klinik und Befund liegen die Preise zwischen mehreren Hundert und mehreren Tausend Euro pro Auge. Lassen Sie sich die Preise für LASIK, SMILE und PRK getrennt nennen und fragen Sie, ob Voruntersuchung, Nachkontrollen und eine mögliche Nachkorrektur enthalten sind. Rechnen Sie dagegen, was Sie jedes Jahr für Kontaktlinsen, Pflegemittel und neue Gläser ausgeben, die die Kasse bei Erwachsenen erst ab mehr als 6 Dioptrien bezuschusst.
Bin ich für eine Laserbehandlung geeignet?
Das klärt nur eine gründliche Voruntersuchung beim Augenarzt. Ihre Werte sollten sich in den letzten zwölf Monaten kaum verändert haben, und Sie müssen volljährig sein. Für LASIK und SMILE gilt eine Kurzsichtigkeit bis etwa minus 8 Dioptrien als empfohlener Bereich, für PRK und LASEK bis etwa minus 6. Eine zu dünne Hornhaut, Hornhauterkrankungen, ein fortgeschrittener Grüner Star sowie Schwangerschaft und Stillzeit sprechen dagegen.
Brauche ich später trotzdem eine Lesebrille?
Sehr wahrscheinlich. Die Alterssichtigkeit setzt bei fast allen Menschen etwa ab 45 ein, ob gelasert oder nicht. Wer sich mit Ende 30 lasern lässt, hat also oft nur einige Jahre ganz ohne Brille. In diesem Alter kann ein Linsentausch die passendere Lösung sein, sprechen Sie das in der Beratung direkt an.
Woran erkenne ich eine seriöse Klinik?
Die Kommission Refraktive Chirurgie, getragen vom Berufsverband der Augenärzte und der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, bewertet die Verfahren und führt eine Liste von Operateuren, die sich zu ihren Qualitätsempfehlungen verpflichten. Eine gute Klinik nimmt sich Zeit für die Voruntersuchung, rät auch einmal ab und nennt offen die Risiken für Ihre Werte. Lassen Sie sich von Rabattaktionen oder Termindruck nicht zu einer schnellen Zusage drängen.

Lasse ich meine Kurz- oder Weitsichtigkeit per Laser korrigieren und zahle das selbst, oder bleibe ich bei Brille und Kontaktlinsen?

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen