Lebensstil
Soll ich mir ein Tattoo stechen lassen? Was Sie vor dem ersten Termin wissen sollten
Ist das Motiv reif für die Haut, und passen Studio, Körperstelle und Ihre berufliche Lage, oder sollten Sie lieber noch warten?
Ein Tattoo ist in ein paar Stunden gestochen und nur mit viel Aufwand wieder weg. Weglasern dürfen in Deutschland seit Ende 2020 nur noch Ärztinnen und Ärzte mit passender Weiterbildung, und bei Komplikationen beteiligt die Krankenkasse Sie an den Kosten. Wer Motiv, Studio und Körperstelle in Ruhe auswählt, senkt das Risiko späterer Reue deutlich.
Kurze Antwort
Lassen Sie sich tätowieren, wenn das Motiv Sie seit Monaten nicht loslässt, Sie ein Studio gefunden haben, dessen verheilte Arbeiten Sie überzeugen, und die Körperstelle zu Ihrem Beruf passt. Warten Sie lieber, wenn die Idee aus dem letzten Urlaub stammt, an eine frische Beziehung geknüpft ist oder nur das billigste Angebot infrage kommt. Bedenken Sie, dass Entfernen in Deutschland Sache der Arztpraxis ist und Sie die Kosten dafür selbst tragen.
Vorlagen-Balance
Tendenz zu Nein
Die Nachteile haben die Nase vorn, aber es ist kein Erdrutsch.
Ich verfolge die Arbeiten eines Studios schon lange und mag genau diesen Stil
Weglasern geht nur noch in der Arztpraxis, braucht viele Sitzungen, und die Kosten trage ich selbst
So entsteht das Ergebnis
Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.
Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.
Vorteile
Nachteile
Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.
Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden
- Den Entwurf einige Monate täglich ansehen, etwa als Sperrbildschirm, bevor Sie einen Termin buchen
- Im Studio nach Fotos verheilter Arbeiten fragen und darauf achten, ob nach der Hygienenorm DIN EN 17169 gearbeitet wird
- Sich die Farbflaschen zeigen lassen und die Inhaltsstoffe auf bekannte Allergene wie Nickel prüfen
- Wer im öffentlichen Dienst arbeitet oder sich bei Polizei oder Bundeswehr bewerben will, klärt vorher die Vorgaben zu sichtbaren Tattoos
- Den Termin so legen, dass in den Wochen danach kein Strandurlaub, keine Sauna und kein Freibad anstehen
- In Schwangerschaft und Stillzeit verschieben, wie es das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt
- Ein schriftliches Angebot mit Preis, Zahl der Sitzungen und Regelung fürs Nachstechen einholen
Häufig gestellte Fragen
- Zahlt die Krankenkasse, wenn sich das Tattoo entzündet?
- Behandelt werden Sie selbstverständlich, doch ein Teil der Rechnung kann bei Ihnen landen. Nach § 52 Abs. 2 SGB V muss die gesetzliche Krankenkasse Versicherte in angemessener Höhe an den Kosten beteiligen, wenn sie sich eine Krankheit durch eine Tätowierung zugezogen haben. Das Krankengeld kann für die Dauer der Behandlung ganz oder teilweise versagt werden. Sauberes Arbeiten im Studio und sorgfältige Pflege in den ersten Wochen sind deshalb auch eine Geldfrage.
- Wo kann ich ein Tattoo wieder entfernen lassen?
- Mit dem Laser nur noch in einer Arztpraxis. Seit dem 31. Dezember 2020 ist die Laserentfernung von Tätowierungen nach der Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NiSV) approbierten Ärztinnen und Ärzten mit entsprechender Weiterbildung vorbehalten, Kosmetikstudios dürfen sie nicht mehr anbieten. Rechnen Sie mit vielen Sitzungen im Abstand von Wochen, die Sie selbst bezahlen. Ein heller Schatten kann bleiben, und laut Bundesinstitut für Risikobewertung entstehen beim Lasern Spaltprodukte der Pigmente.
- Darf ich als Beamtin oder Beamter sichtbare Tattoos haben?
- Grundsätzlich ja, mit Grenzen. Für Bundesbeamte erlaubt § 61 Abs. 2 Bundesbeamtengesetz, Tätowierungen im sichtbaren Bereich einzuschränken oder zu untersagen, soweit die Funktionsfähigkeit der Verwaltung oder ein vertrauenswürdiges Auftreten das erfordert. Für Landes- und Kommunalbeamte steht eine entsprechende Regel in § 34 Beamtenstatusgesetz. Wer zur Polizei, in die Justiz oder zur Bundeswehr möchte, fragt die konkreten Vorgaben am besten vor dem Studiotermin ab.
- Kann ich nach einem Tattoo noch Blut spenden?
- Ja, nur nicht sofort. Die DRK-Blutspendedienste stellen Spenderinnen und Spender nach einer Tätowierung für vier Monate zurück, weil jede Verletzung der Haut ein Infektionsrisiko mit sich bringt. Ein dauerhafter Ausschluss ist das nicht. Wer regelmäßig spendet, legt den Termin im Studio am besten direkt hinter eine Spende.
- Wie lange sollte ich über ein Motiv nachdenken?
- Eine feste Regel gibt es nicht, bewährt hat sich aber eine lange Probezeit. Legen Sie den Entwurf ein paar Monate dorthin, wo Sie ihn täglich sehen, etwa als Sperrbildschirm. Gefällt er Ihnen nach einem Sommer und einem Winter noch, ist das ein gutes Zeichen. Namen von Partnern, Motive aus einer kurzen Mode und spontane Urlaubstattoos gehören zu den Klassikern, die später überstochen oder gelasert werden.
Ist das Motiv reif für die Haut, und passen Studio, Körperstelle und Ihre berufliche Lage, oder sollten Sie lieber noch warten?
Machen Sie sie zu Ihrer eigenen