Große Anschaffungen
Neubauwohnung vom Bauträger oder Bestandswohnung kaufen?
Soll ich eine Eigentumswohnung im Neubau vom Bauträger kaufen oder eine gebrauchte Wohnung in einem bestehenden Haus?
Im Neubau zahlen Sie in Raten nach Baufortschritt und haben fünf Jahre Gewährleistung, warten aber auf die Fertigstellung und zahlen meist mehr pro Quadratmeter. Eine Bestandswohnung können Sie vor dem Kauf genau ansehen und bald beziehen. Dafür entscheiden Rücklage, Protokolle der Eigentümerversammlung und der Zustand des Hauses über die Kosten der nächsten Jahre.
Kurze Antwort
Den Neubau wählen Sie, wenn Sie die Bauzeit ohne Druck durch doppelte Miete und Bereitstellungszinsen überbrücken können, der Bauträger nachweislich Projekte fertigstellt und Ihnen niedrige Energiekosten und fünf Jahre Gewährleistung den höheren Quadratmeterpreis wert sind. Die Bestandswohnung passt, wenn Sie bald einziehen oder in einem gewachsenen Viertel wohnen wollen. Lesen Sie dann vor dem Notartermin die Protokolle der Eigentümerversammlungen und prüfen Sie Rücklage und Zustand des Hauses.
Vorlagen-Balance
Zu knapp für eine Entscheidung
Die Seiten halten sich fast die Waage — versuchen Sie, große Punkte weiter aufzuschlüsseln.
Effizienzhaus-Standard und Wärmepumpe oder Fernwärme halten die Heizkosten niedrig
In gewachsenen Vierteln funktionieren Schule, Bäcker und Nahverkehr schon heute
So entsteht das Ergebnis
Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.
Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.
Vorteile
Nachteile
Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.
Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden
- Rechnen Sie beide Varianten bis zum Einzug durch, mit Grunderwerbsteuer, Notar, Maklerprovision, Küche und Miete während der Bauzeit.
- Besichtigen Sie fertige Häuser des Bauträgers und fragen Sie die Eigentümer dort nach Termintreue und Mängeln.
- Lassen Sie den Vertragsentwurf, den Sie in der Regel zwei Wochen vor dem Notartermin erhalten, von einem Anwalt für Baurecht prüfen.
- Nehmen Sie zur Abnahme einen unabhängigen Bausachverständigen mit und halten Sie jeden Mangel im Protokoll fest.
- Fordern Sie beim Bestand Teilungserklärung, Wirtschaftsplan, Hausgeldabrechnung und die Versammlungsprotokolle der letzten drei Jahre an.
- Prüfen Sie Energieausweis, Alter der Heizung und die Höhe der Erhaltungsrücklage im Verhältnis zur Größe des Hauses.
- Legen Sie im Kaufvertrag fest, wer bereits beschlossene Sonderumlagen bezahlt.
Häufig gestellte Fragen
- Wie sicher ist mein Geld beim Kauf vom Bauträger?
- Die Makler- und Bauträgerverordnung schützt Sie recht gut. Zahlen müssen Sie erst, wenn der Vertrag wirksam ist, eine Vormerkung im Grundbuch eingetragen ist und die Baugenehmigung vorliegt. Danach zahlen Sie in höchstens sieben Raten nach Baufortschritt, die erste mit 30 Prozent nach Beginn der Erdarbeiten. Geht der Bauträger pleite, bleibt trotzdem das Risiko eines halbfertigen Hauses, dessen Fertigstellung Zeit und zusätzliches Geld kostet.
- Was muss ich bei einer Bestandswohnung prüfen?
- Lassen Sie sich Teilungserklärung, Wirtschaftsplan, Hausgeldabrechnungen und die Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten Jahre geben. Daraus sehen Sie, wie hoch die Erhaltungsrücklage ist und ob Dach, Fassade, Fenster oder Heizung bald anstehen. Eine bereits beschlossene Sonderumlage kann teuer werden, regeln Sie deshalb im Kaufvertrag, wer sie trägt.
- Welche Nebenkosten fallen jeweils an?
- Grunderwerbsteuer zahlen Sie in beiden Fällen, je nach Bundesland zwischen 3,5 Prozent in Bayern und 6,5 Prozent etwa in Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg. Notar und Grundbuchamt kommen immer dazu. Beim Bauträger fällt meist keine Maklerprovision an, bei einer Bestandswohnung oft schon, wobei Sie als Käufer höchstens so viel zahlen wie der Verkäufer.
- Welche Förderung gibt es für Familien?
- Das KfW-Programm „Wohneigentum für Familien“ fördert den Neubau und den Erstkauf einer Eigentumswohnung bis ein Jahr nach der Bauabnahme mit einem zinsgünstigen Kredit. Voraussetzung sind mindestens ein Kind unter 18, ein Haushaltseinkommen bis 90.000 Euro plus 10.000 Euro je weiterem Kind und der Standard Effizienzhaus 40. Für gebrauchte Wohnungen gilt das Programm nicht. Fragen Sie vor der Planung bei Ihrer Bank nach, ob gerade Anträge angenommen werden.
Soll ich eine Eigentumswohnung im Neubau vom Bauträger kaufen oder eine gebrauchte Wohnung in einem bestehenden Haus?
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