Familie

Jetzt ein Kind bekommen oder noch warten? Woran Paare merken, dass es passt

Wünschen wir uns beide wirklich ein Kind, und passt es gerade zu Job, Wohnung, Geld und Partnerschaft, oder ist ein späterer Zeitpunkt klüger?

Den perfekten Moment für ein Kind gibt es selten, einen passenden schon. Das Elterngeld richtet sich nach Ihrem Einkommen in den zwölf Monaten vor der Geburt, der Anspruch auf einen Kita-Platz gilt erst ab dem ersten Geburtstag, und ab Mitte dreißig dauert es oft länger, schwanger zu werden. Prüfen Sie, ob Ihr Zögern am Zeitpunkt liegt oder an etwas anderem.

Kurze Antwort

Ein Kind jetzt passt, wenn Sie es beide wirklich wollen, Ihre Beziehung grundsätzlich trägt und das Jahr vor der Geburt beruflich ruhig verläuft, denn danach berechnet sich das Elterngeld. Feste Verträge, etwas Rücklage und ein Plan für die Kita ab dem ersten Geburtstag nehmen viel Druck heraus. Warten ist sinnvoll, wenn einer von Ihnen noch zögert oder Sie gerade über Grundsätzliches streiten. Ab Mitte dreißig sollten Sie das Warten allerdings nicht endlos verlängern und früh mit Ihrer Frauenärztin sprechen.

Vorlagen-Balance

Tendenz zu Nein

Die Nachteile haben die Nase vorn, aber es ist kein Erdrutsch.

45%
Dafür
55%
Dagegen
Stärkster Vorteil

Ab Mitte dreißig sinkt mit jedem Jahr die Chance, schnell schwanger zu werden

Größtes Risiko

Wir streiten noch über Grundsätzliches, und ein Baby würde diese Konflikte eher verschärfen

So entsteht das Ergebnis

Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.

Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.

Vorteile

Nachteile

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen

Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.

Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden

  • Mit dem Elterngeldrechner im Familienportal grob ausrechnen, was Ihnen nach der Geburt monatlich bleibt
  • Prüfen, ob ein Steuerklassenwechsel sinnvoll ist, und ihn früh beim Finanzamt beantragen, damit er im Bemessungszeitraum überwiegend gilt
  • Arbeitsverträge auf Befristung ansehen und größere Jobwechsel möglichst vor die Schwangerschaft legen
  • Gemeinsam festlegen, wer wie viele Elterngeldmonate nimmt, und die Elternzeit spätestens sieben Wochen vorher in Textform anmelden
  • Beim Jugendamt oder im Kita-Portal Ihrer Stadt nach Wartezeiten fragen und klären, ab wann eine Anmeldung möglich ist
  • Gleich nach dem positiven Test eine Hebamme suchen, in vielen Regionen sind sie früh ausgebucht
  • Bei Kinderwunsch nach einem Jahr ohne Erfolg, ab 35 schon früher, die Frauenarztpraxis ansprechen

Häufig gestellte Fragen

Wie planen wir das Elterngeld, bevor wir schwanger werden?
Basiselterngeld ersetzt in der Regel 65 Prozent des Nettoeinkommens aus den zwölf Monaten vor der Geburt, mindestens 300 und höchstens 1.800 Euro im Monat. Monate im Mutterschutz zählen dabei nicht mit. Ein Jobwechsel mit weniger Gehalt oder eine Lücke ohne Einkommen kurz vorher drückt den Betrag. Eine neue Steuerklasse wirkt nur, wenn sie in der Mehrzahl dieser Monate galt, wechseln Sie also früh. Lag Ihr gemeinsames zu versteuerndes Einkommen im letzten Jahr vor der Geburt über 175.000 Euro, gibt es kein Elterngeld.
Kann mir der Arbeitgeber in der Schwangerschaft kündigen?
Grundsätzlich nicht. Vom Beginn der Schwangerschaft bis mindestens vier Monate nach der Entbindung ist eine Kündigung unzulässig, sofern der Arbeitgeber Bescheid weiß oder Sie es ihm innerhalb von zwei Wochen nach der Kündigung mitteilen. Nur die zuständige Landesbehörde kann in seltenen Fällen zustimmen. Ein befristeter Vertrag endet allerdings trotzdem zum vereinbarten Datum. Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Termin und endet acht Wochen nach der Geburt, bei Früh- oder Mehrlingsgeburten nach zwölf.
Ab welchem Alter wird es schwieriger, schwanger zu werden?
Bei Frauen sinkt die Fruchtbarkeit ab Mitte dreißig spürbar, und auch bei Männern lässt die Spermienqualität mit den Jahren nach. Klappt es nach einem Jahr nicht, ab 35 schon nach etwa einem halben Jahr, lohnt sich ein Termin in der Frauenarztpraxis. Für eine künstliche Befruchtung trägt die gesetzliche Krankenkasse die Hälfte der genehmigten Kosten für bis zu drei Versuche, allerdings nur bei Ehepaaren, für Frauen von 25 bis 39 und Männer bis 49. Einige Bundesländer geben zusätzlich Zuschüsse.
Was tun, wenn einer von uns „jetzt“ sagt und der andere „irgendwann“?
Nehmen Sie den Unterschied ernst, statt auf eine Lösung von selbst zu hoffen. Hilfreich ist die Frage, was konkret erfüllt sein müsste, damit aus „irgendwann“ ein Ja wird, etwa ein fester Vertrag, das Ende des Referendariats oder eine größere Wohnung. Legen Sie ein Datum fest, an dem Sie wieder darüber reden. Steckt hinter dem Zögern eher ein grundsätzliches Nein, helfen Paar- und Familienberatungsstellen von pro familia, Caritas oder Diakonie, oft kostenfrei.

Wünschen wir uns beide wirklich ein Kind, und passt es gerade zu Job, Wohnung, Geld und Partnerschaft, oder ist ein späterer Zeitpunkt klüger?

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen