Große Anschaffungen

Elektroauto kaufen 2026: Rechnet sich der Umstieg mit der neuen Förderung?

Lohnt sich für Sie jetzt ein E-Auto mit bis zu 6.000 Euro Zuschuss, oder fahren Sie mit einem Benziner oder Diesel vorerst günstiger?

Seit Mai 2026 nimmt das BAFA wieder Anträge auf eine Kaufprämie an, für Haushalte mit bis zu 80.000 Euro zu versteuerndem Einkommen und rückwirkend für Neuzulassungen ab Januar. Ob sich ein Stromer für Sie rechnet, hängt aber vor allem davon ab, wo Sie laden. An der eigenen Wallbox zahlen Sie den Haushaltsstrompreis, unterwegs selten unter 50 Cent je Kilowattstunde.

Kurze Antwort

Kaufen Sie ein Elektroauto, wenn Sie zu Hause oder beim Arbeitgeber laden können und den größten Teil Ihrer Kilometer im Alltag fahren. Dann kostet der Kilometer deutlich weniger als mit Sprit, die Kfz-Steuer entfällt, und bei einem Haushaltseinkommen bis 80.000 Euro hilft die BAFA-Prämie beim Neuwagen. Wer nur öffentlich laden kann, oft weite Strecken fährt oder das Auto in zwei Jahren wieder verkaufen will, fährt mit einem jungen Gebrauchten oder einem sparsamen Verbrenner meist besser.

Vorlagen-Balance

Zu knapp für eine Entscheidung

Die Seiten halten sich fast die Waage — versuchen Sie, große Punkte weiter aufzuschlüsseln.

49%
Dafür
51%
Dagegen
Stärkster Vorteil

An der eigenen Wallbox kosten mich 100 Kilometer bei rund 37 Cent je kWh nur etwa 6 bis 7 Euro

Größtes Risiko

Neuwagen kosten auch nach Prämie oft mehr als ein vergleichbarer Benziner oder Diesel

So entsteht das Ergebnis

Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.

Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.

Vorteile

Nachteile

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen

Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.

Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden

  • Klären, wo das Auto nachts steht und ob dort eine Wallbox möglich ist, als Mieter mit Antrag nach § 554 BGB
  • Anhand der beiden letzten Steuerbescheide prüfen, ob das zu versteuernde Haushaltseinkommen unter 80.000 Euro plus 5.000 Euro je Kind liegt
  • Nach der Zulassung den Prämienantrag beim BAFA stellen, spätestens innerhalb eines Jahres
  • Die eigene Jahresfahrleistung mit Haushaltsstrom, einem Ladetarif und dem aktuellen Spritpreis durchrechnen, etwa mit dem ADAC-Autokostenrechner
  • Die zwei, drei längsten Strecken des Jahres in einem Ladeplaner durchspielen und die Winterreichweite des Modells nachlesen
  • Die Wallbox beim Netzbetreiber anmelden und nach dem reduzierten Netzentgelt für steuerbare Geräte fragen
  • Bei einem Gebrauchten den Batteriezustand prüfen lassen und die Restlaufzeit der Akkugarantie notieren

Häufig gestellte Fragen

Wer bekommt die E-Auto-Förderung 2026, und wie viel gibt es?
Antragsberechtigt sind Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Deutschland, deren zu versteuerndes Haushaltseinkommen im Schnitt der beiden letzten Steuerbescheide höchstens 80.000 Euro beträgt. Pro Kind steigt die Grenze um 5.000 Euro, berücksichtigt werden bis zu zwei Kinder. Für ein reines E-Auto gibt es je nach Einkommen und Kinderzahl 3.000 bis 6.000 Euro. Gefördert werden nur Neuwagen, die ab dem 1. Januar 2026 zugelassen wurden, auch geleaste, und Sie müssen sie mindestens 36 Monate halten. Den Antrag stellen Sie spätestens ein Jahr nach der Zulassung beim BAFA.
Kann ich als Mieter eine Wallbox verlangen?
Ja. Nach § 554 BGB darf der Vermieter den Einbau einer Lademöglichkeit nur ablehnen, wenn er ihm auch unter Abwägung Ihrer Interessen nicht zuzumuten ist. Installation und späteren Rückbau zahlen in der Regel Sie, und der Vermieter darf eine zusätzliche Sicherheit verlangen. In Eigentümergemeinschaften gibt es einen ähnlichen Anspruch nach dem Wohnungseigentumsgesetz. Vor der Inbetriebnahme melden Sie die Wallbox beim Netzbetreiber an, über 12 kVA braucht sie seine Zustimmung.
Was kostet Laden zu Hause im Vergleich zum Schnelllader?
Haushaltsstrom kostete 2026 laut BDEW im Schnitt rund 37 Cent je Kilowattstunde. Unterwegs zahlen Sie laut ADAC selten unter rund 50 Cent, spontan an der Autobahn ohne Vertrag sogar um 84 Cent. Bei einem Verbrauch von 18 kWh auf 100 Kilometer sind das zu Hause etwa 6,70 Euro, am Autobahnlader ohne Tarif gut 15 Euro. Wer fast nur öffentlich lädt, landet damit schnell bei den Spritkosten eines sparsamen Verbrenners.
Ist ein junger gebrauchter Stromer die bessere Wahl?
Für viele schon. Gebrauchte E-Autos werden 2026 nicht gefördert, eine Förderung will das Bundesumweltministerium frühestens 2027 prüfen. Dafür haben viele Modelle in den ersten Jahren kräftig an Wert verloren, sodass ein zwei bis drei Jahre alter Wagen oft weniger kostet als ein Neuwagen nach Abzug der Prämie. Lassen Sie vor dem Kauf den Akkuzustand mit einem Batterietest prüfen, etwa bei TÜV oder DEKRA, und klären Sie, wie lange die Batteriegarantie des Herstellers noch läuft.

Lohnt sich für Sie jetzt ein E-Auto mit bis zu 6.000 Euro Zuschuss, oder fahren Sie mit einem Benziner oder Diesel vorerst günstiger?

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen