Technik

E-Book-Reader kaufen: Tolino, Kindle oder doch einfach das Handy?

Lohnt sich ein eigener E-Book-Reader, wenn ich Bücher auch auf dem Smartphone oder Tablet lesen könnte?

Ein E-Reader kann im Grunde nur eines, nämlich Text anzeigen, und genau darin liegt sein Vorteil. In Deutschland kommt eine Besonderheit dazu. Dank Buchpreisbindung kostet ein neues Verlags-E-Book bei Amazon so viel wie bei Thalia, den Ausschlag geben also das System, die Onleihe Ihrer Bibliothek und die Frage, wie viel Sie tatsächlich lesen.

Kurze Antwort

Ein E-Reader lohnt sich, wenn Sie regelmäßig lesen oder es wieder öfter tun möchten und vor allem Romane und Sachbücher mit fließendem Text lesen. Für Leserinnen und Leser in Deutschland spricht viel für einen Tolino, weil er die Onleihe der Stadtbibliothek direkt unterstützt. Ein Kindle passt eher, wenn Sie ohnehin bei Amazon kaufen. Verzichten Sie, wenn Sie nur wenige Bücher im Jahr schaffen oder hauptsächlich PDFs und Comics lesen. Ein gebrauchtes Vorgängermodell senkt das Risiko in jedem Fall.

Vorlagen-Balance

Zu knapp für eine Entscheidung

Die Seiten halten sich fast die Waage — versuchen Sie, große Punkte weiter aufzuschlüsseln.

47%
Dafür
53%
Dagegen
Stärkster Vorteil

E-Ink spiegelt das Licht wie Papier, lange Leseabende strengen die Augen weniger an als am Handy

Größtes Risiko

Ein weiteres Gerät für gut 100 Euro aufwärts, obwohl das Handy Bücher auch anzeigt

So entsteht das Ergebnis

Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.

Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.

Vorteile

Nachteile

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen

Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.

Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden

  • Zählen Sie, wie viele Bücher Sie in den letzten zwölf Monaten wirklich zu Ende gelesen haben
  • Fragen Sie bei Ihrer Stadtbibliothek nach, ob sie an der Onleihe teilnimmt und was der Ausweis im Jahr kostet
  • Legen Sie sich vor dem Kauf auf ein System fest, denn Kindle-Käufe lassen sich nicht auf Tolino oder Kobo übertragen
  • Prüfen Sie, ob Sie überwiegend Romane lesen oder eher PDFs, Fachbücher und Comics, die auf E-Ink schlecht funktionieren
  • Vergleichen Sie Neupreise bei Thalia, Hugendubel und Amazon mit gebrauchten Geräten bei rebuy oder Kleinanzeigen
  • Nehmen Sie im Buchladen ein Vorführgerät in die Hand, bevor Sie sich auf Displaygröße und Gewicht festlegen

Häufig gestellte Fragen

Tolino oder Kindle, was passt besser?
Das hängt vor allem davon ab, woher Sie Ihre Bücher beziehen wollen. Ein Tolino liest das offene EPUB-Format, Sie kaufen bei Thalia, Hugendubel oder anderen Buchhändlern und leihen über die Onleihe Ihrer Stadtbibliothek direkt am Gerät aus. Der Kindle ist eng an Amazon gebunden, bietet dafür Kindle Unlimited und eine sehr bequeme Einrichtung. Wer schon viele Kindle-Bücher besitzt, bleibt meist dabei, alle anderen fahren mit einem offenen System flexibler.
Kann ich mit einem Kindle Bücher aus der Onleihe ausleihen?
Mit einem normalen Kindle-Reader nicht. Die Onleihe beschreibt Amazon in ihrer Kompatibilitätsliste als geschlossenes System, lediglich die Fire-Tablets lassen sich mit einigem Aufwand nutzen. Tolino-Geräte können Titel der Onleihe dagegen per WLAN direkt ausleihen und öffnen. Sie brauchen dafür nur einen gültigen Ausweis einer teilnehmenden Bibliothek, der je nach Stadt meist einen überschaubaren Jahresbeitrag kostet.
Sind E-Books in Deutschland billiger als gedruckte Bücher?
Meist ein wenig, aber selten so deutlich, wie viele erwarten. Für E-Books, die zum dauerhaften Download verkauft werden, gilt die Buchpreisbindung, der Verlag setzt also einen festen Preis, der bei jedem Händler gleich ist. Auf E-Books fällt wie auf gedruckte Bücher der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent an. Rabattschlachten wie bei Elektronik gibt es bei aktuellen Titeln deshalb nicht, sparen lässt sich eher über Verlagsaktionen und die Bibliothek.
Kann ich ein gekauftes E-Book weitergeben?
In der Regel nicht. Mit dem Kauf erwerben Sie meist nur eine Lizenz, die an Ihr Konto gebunden ist. Den Roman an die Nachbarin verleihen, auf dem Flohmarkt verkaufen oder in den öffentlichen Bücherschrank an der Ecke stellen, das klappt nur mit Papier. Wer gern tauscht und verschenkt, sollte das in die Rechnung aufnehmen.

Lohnt sich ein eigener E-Book-Reader, wenn ich Bücher auch auf dem Smartphone oder Tablet lesen könnte?

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen