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Einen eigenen Blog anfangen: Lohnt sich das neben Job und Familie?

Sollten Sie einen eigenen Blog starten, obwohl Impressum, Datenschutz und regelmäßiges Schreiben in Deutschland einiges an Aufwand bedeuten?

Ein Blog über Ihr Fachgebiet, Ihre Wandertouren oder Ihre Küche kann zur persönlichen Visitenkarte werden und über Jahre Leser aus der Suche bringen. In Deutschland gehört aber mehr dazu als ein schönes Design, etwa ein Impressum mit ladungsfähiger Anschrift, eine Datenschutzerklärung und je nach Technik ein Cookie-Banner. Wägen Sie ab, ob Ihnen das Schreiben diese Pflichten wert ist.

Kurze Antwort

Ein Blog lohnt sich, wenn Sie gern schreiben, ein Thema haben, zu dem Menschen gezielt suchen, und mindestens ein Jahr durchhalten wollen. Planen Sie die deutschen Pflichten von Anfang an ein, also Impressum, Datenschutzerklärung und gegebenenfalls Cookie-Banner, dann sind sie an einem Abend erledigt. Weniger sinnvoll ist ein Blog, wenn Sie vor allem schnell Reichweite oder Geld wollen oder Ihre Wohnadresse auf keinen Fall öffentlich machen möchten.

Vorlagen-Balance

Zu knapp für eine Entscheidung

Die Seiten halten sich fast die Waage — versuchen Sie, große Punkte weiter aufzuschlüsseln.

48%
Dafür
52%
Dagegen
Stärkster Vorteil

Gute Anleitungen und Erfahrungsberichte werden noch Jahre später über die Suche gefunden

Größtes Risiko

Schon ohne Werbung verlangt der Medienstaatsvertrag ein Impressum mit Name und ladungsfähiger Anschrift

So entsteht das Ergebnis

Jeder Eintrag zählt mit dem Gewicht, das Sie ihm gegeben haben. Unterpunkte können ihren übergeordneten Punkt um bis zu 50 % verstärken oder abschwächen — Ihre eigene Bewertung bleibt stets maßgeblich.

Tippen Sie unten auf ein beliebiges Argument, um es auszuschalten und zu beobachten, wie sich die Balance verschiebt — Unterargumente verändern das Gewicht ihres übergeordneten Punkts.

Vorteile

Nachteile

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen

Passen Sie die Argumente und Gewichtungen an Ihre Situation an — das Ergebnis wird live neu berechnet.

Prüfen Sie, bevor Sie entscheiden

  • Sammeln Sie mindestens 20 Artikelideen zu Ihrem Thema, bevor Sie eine Domain kaufen
  • Vergleichen Sie selbst gehostetes WordPress mit fertigen Blogplattformen und prüfen Sie, ob der Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag anbietet
  • Legen Sie ein Impressum an, das von jeder Seite mit höchstens zwei Klicks erreichbar ist
  • Erstellen Sie eine Datenschutzerklärung, die zu den tatsächlich genutzten Plugins und Diensten passt
  • Verwenden Sie nur eigene Fotos oder Bilder mit eindeutiger Lizenz und notieren Sie die Quelle
  • Markieren Sie Affiliate-Links mit Sternchen und Erklärung und bezahlte Beiträge mit „Werbung“ am Anfang
  • Klären Sie vor der ersten Provision mit dem Finanzamt, ob Sie ein Gewerbe anmelden und die Kleinunternehmerregelung nutzen

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich als Hobby-Blogger ein Impressum mit meiner Wohnadresse?
Sobald sich Ihr Blog an die Öffentlichkeit richtet und nicht nur an Freunde und Familie, verlangt der Medienstaatsvertrag mindestens Name und ladungsfähige Anschrift. Mit Bannerwerbung oder Affiliate-Links gilt er als geschäftsmäßig, dann kommen nach § 5 DDG weitere Angaben wie eine E-Mail-Adresse hinzu. Postfach, Packstation oder ein virtuelles Büro, das Post nur weiterleitet, reichen laut Landesmedienanstalten nicht. Verstöße können abgemahnt und mit Bußgeld belegt werden.
Muss ich Einnahmen aus Werbung und Affiliate-Links versteuern?
Ja. Bei Provisionen und Werbeeinnahmen geht das Finanzamt meist von einem Gewerbe aus, dann steht eine Gewerbeanmeldung an. Wer angestellt ist und daneben nur wenig verdient, bleibt mit Nebeneinkünften bis 410 Euro im Jahr steuerfrei, darüber wird eine Steuererklärung Pflicht. Umsatzsteuer fällt dank Kleinunternehmerregelung nicht an, solange der Umsatz im Vorjahr höchstens 25.000 Euro betrug und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht übersteigt.
Wie kennzeichne ich Affiliate-Links und Kooperationen richtig?
Nach dem Leitfaden der Medienanstalten markieren Sie Affiliate-Links mit einem Sternchen und einer kurzen Erklärung direkt in der Nähe des Links. Bezahlte Artikel oder Produkte, die Sie gegen eine Veröffentlichungsabsprache erhalten haben, kennzeichnen Sie gut lesbar mit „Werbung“ oder „Anzeige“ über oder direkt unter der Überschrift. Englische Kürzel wie „ad“ oder „sponsored by“ genügen auf deutschsprachigen Seiten nicht.
Lohnt sich ein Blog noch, wenn so viele lieber Videos schauen?
Text hat Vorteile, die Videos fehlen. Er wird über Jahre bei Google gefunden, lässt sich in der Mittagspause schreiben und braucht weder Kamera noch Mikrofon. Am besten funktionieren Themen, zu denen Menschen gezielt suchen, etwa Anleitungen, regionale Wandertouren, Rezepte oder Erfahrungen mit Behörden und Anträgen. Für reine Unterhaltung ohne Suchbezug sind Instagram oder YouTube oft der schnellere Weg zu Publikum.

Sollten Sie einen eigenen Blog starten, obwohl Impressum, Datenschutz und regelmäßiges Schreiben in Deutschland einiges an Aufwand bedeuten?

Machen Sie sie zu Ihrer eigenen